Das aktuelle Wort des Präsidenten

Präsidentenbericht 2018

Geschätzte Ehrenmitglieder
Liebe Aktiv- und Jungmitglieder
Liebe Passiv- und Freimitglieder
Liebe Familienangehörige und Freunde
Geschätzte Sponsoren und Gönner 

Ich möchte mein letzter Präsidentenbericht etwas anders gestalten als in den Vorjahren. Der Schwerpunkt soll ein Rückblick auf die letzten 8 Jahren sein, in welchen ich als Präsident amtieren durfte. Ein Rückblick um aufzuzeigen, was der Verein durchlebt hat, was wir erreicht haben oder eben auch nicht. 

 

 

Bevor ich mich meinem 8-Jahres-Rückblick widme, möchte ich das Jahr 2018 kurz Revue passieren. Hier möchte ich nicht gross ausschweifen, sondern es kurzfassen. Sportlich gesehen, hatten wir ein Jahr mit Erfolgen und Enttäuschungen. Unser Fahrchef wird näher darüber berichten. Eines möchte ich dennoch unseren Sportler mitgeben. Erfolge entstehen nicht durch Einzelleistungen, sondern, wenn man als Mannschaft gemeinsam an Ziele arbeitet, sich gegenseitig unterstützt und jeder sein Maximum gibt, um diese Ziele zu erreichen. Die nicht-sportlichen Aktivitäten und Anlässe, wurden getragen durch Einzelne oder Gruppen von Personen, welche mit viel Einsatz und Herzblut etwas bieten, das immer zu schönen Erlebnissen führt und die Freundschaft innerhalb des Vereins stärkt. Das sind Ereignisse, welche einen Verein stärkt und Menschen zusammenbringt.An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Organisatoren bedanken für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohl des Vereins. 

8 Jahre ist eine lange Zeit und dennoch ist es irgend wie im Fluge vergangen. Liegt es daran, dass man einiges erreichen konnte, oder weil man als Präsident sich in allen möglichen Themen engagiert? Vermutlich von beidem etwas, welches bereichernd, spannend und sehr lernreich war. Nicht zuletzt hat mich dies alles auch geprägt. 

Die Themen haben keine chronologische Abfolge, sondern mehr auf Erreichtes oder nicht Erreichtes. Ziele setzt nicht ein Präsident, sondern der Verein durch ihre Versammlungen und GVs. Der Präsident und der Vorstand führen diese eigentlich nur aus, oder sie sind Ideengeber. 

Ein erstes wichtiges Ziel, war die Erneuerung der Statuten, welche aktualisiert werden mussten und zeitgerechter formuliert wurden. Ein Gremium hatte sich damit befasst und in etlichen Sitzungen den Inhalt überprüft und erneuert.

Die Einführung der Vereins-Software Clubdesk, war auch ein wichtiger Meilenstein, denn es erlaubte uns wichtige Daten, Dokumentationen, den Vereinskalender zentral zu halten und die Kommunkation damit zu vereinfachen. Im Weiteren bildet es auch die Grundlage unserer Webseite, welche damit auch erneuert werden konnte.

Die digitale Welt hatte auch im Bereich unserer Vereinsartikel seinen Einfluss. Mit dem Webshop, welcher auf unserer Webseite angehängt wurde, haben unsere Mitglieder die Möglichkeit T-Shirts, Wimpeli und weitere Vereinsartikel on-line zu bestellen. Noch wird es nicht rege genutzt, aber ich bin überzeugt, dass wir diesen Kanal noch erweitern und das Angebot erweitern können. Ein grosses Dankeschön unserem Webmaster Peter Berini und seinen Helfern.

Die Gründung des Vereins «Wettfahren WFV Muttenz» war ein notwendiger Schritt, um den Anlass klar von der Vereinskasse zu trennen und aber auch mehr Flexibilität in der Organisation unserer Grossanlässe zu ermöglichen. Ein grosser Dank gebührt hier Tobias Waldmeier und seinen OK-Team, welches unser Mattenfest bereits schon seit Jahren erfolgreich führt und weiterentwickelt.

Unser Langschiff hat mich als Präsident mehr als nur beschäftigt. Als erstes konnte ich die Verhandlungen mit der Polizei abschliessen, wo es um die Definition Langschiff und die rechtlichen Formulierungen ging. Schlussendlich konnten wir einen Kompromiss eingehen, damit wir unser Langschiff weiterhin, mit wenigen Einschränkungen auf dem Rhein nutzen können. Ein Dankeschön an dieser Stelle geht vor allem an Dieter Rist und Hans Bürgin, welche sämtliche Gesetztes-Paragraphen und Reglemente durchstöbert haben, um die Lösung mit der Polizei zu erarbeiten.

Was eher negativ ausgefallen ist, war die Schlichtung der Rechnung für die Sanierung unseres Langschiffes. Was als gute Lösung aussah und mit vereinten Kräften verwirklicht wurde, endete schlussendlich vor dem Richter. Dies weil der Lieferant unser Goodwill schamlos ausnutzte und durch schlechte Protokollierung der Arbeiten und Kommunikation mit uns, sich ein finanzieller Vorteil verschaffen wollte. Nun, es kam für beide Parteien zu einem Kompromiss, welches eigentlich keinem von beiden etwas brachte. Wenn es etwas Positives in diesem Fall gibt, dann ist es unsere „Wartenberg“, welche unbekümmert wieder Ihre Runden auf dem Rhein und fremden Gewässern dreht.

Das vermutlich einschneidendste Ereignis in den letzten Jahren, war der Umbau der Klause. Von der Idee bis zu Realisierung sind ein paar Jahre vergangen, aber es war die Zeit, welches das Geschehen am Rhein belebt hat und unsere Mitglieder wieder näher zusammengebracht hat. Über Generationen hinweg konnte man beobachten mit welcher Determinierung man dieses Projekt wollte und realisieren konnte. Es wurden Kräfte freigesetzt, in materieller und finanzieller Hinsicht, welche nicht selbstverständlich sind und wir können stolz sein auf das Resultat. Das Vorhaben wurde uns auch durch den Kanton weiter bereichert, konnten wir doch den Dienstbarkeitsvertrag bis ins Jahr 2050 frühzeitig verlängern. Somit kann der Verein ungetrübt in die kommenden dreissig Jahren sehen und auch den kommenden Generationen ihr Zuhause am Rhein sichern. Den Dank geht nicht nur an die Baukommission und Bauchefs, sondern dem ganzen Verein, welche mit Willen, Mut und etwas Risiko dieses Vorhaben mitgetragen haben.

Mit der neuen Klause wagen wir auch die Öffnung nach aussen. Das Vermietungskonzept erlaubt es uns zusätzliche finanzielle Mittel zu generieren, um die Zusatzkosten und die Rückzahlung der Anteilsscheine zu ermöglichen.

Was mir hier etwas fehlt, ist die Belebung der Klause durch eigene Mitglieder. Was als zentrale Begegnungszone gilt, wird zurzeit etwas zu wenig genutzt. Früher konnte man nicht, weil der Platz zu klein war. Heute wo der Platz reichen sollte, fehlen zusätzlich Anlässe, die das Vereinsleben bereichern könnte. Aber es braucht vermutlich noch etwas Zeit, um zu realisieren, was alles möglich ist und vor allem Leute welche bereit sind kreativ zu wirken. Neue Kreativität ist vermutlich auch beim Wasserfahrer-Abend gefragt. Es betrübt mich zu tiefst und es wäre Schade, wenn dieser Anlass nicht mehr stattfinden würde.

Das Projekt „fahrWasser“ konnte mich auf Verbandsebene bereichern. Nicht, dass ich es gesucht hätte, aber die Zukunft des Wasserfahrens liegt mir schon am Herzen. Daher glaube ich, dass die Ideen des WFV Muttenz mit Daniel Kocsis, Stephan Weisskopf und mir gut vertreten werden. Es besteht kein Zweifel, dass die Hoffnungen bei den Vereinen gross sind. Aber man muss auch die vorgestellten Massnahmen gezielt und nicht überhastet einführen, damit es auch seinen erwarteten Nutzen zeigt. Der Katalog ist gross und der Verband ist sehr gefordert, wenn es darum geht, eine gute Balance zu finden, zwischen Tages-Business und Visions-Umsetzungen. Schlussendlich, will man die Zukunft des Wasserfahrens sichern und daraus einen für alle attraktiven Sport weiterentwickeln.

Zu Beginn meiner Präsidenten-Zeit, hatten wir uns als Ziel gesetzt, mehr Mitglieder zu gewinnen. Leider ist uns das nicht ganz gelungen. Auch darum, weil wir nicht genügend Zeit hatten, das Mitglieder-Konzept sauber zu erarbeiten. Ich werde dieses Thema nicht aufgeben, denn ich bin überzeugt, dass wir unseren Mitgliedern mehr bieten können. Es geht hier nicht um Quantität, sondern mehr um Qualität und fängt an bei der Mitglieder-Werbung, über die Aufnahme im Verein, sowie in der Erhaltung der Mitglieder, mit einem mitgliedergerechten Angebot. Hierzu bin ich überzeugt, dass wir die richtigen Massnahmen treffen können. Dazu gehört auch unser Auftritt in den Medien. „Der Stachel“ ist ein altbewährtes und immernoch gerngelesenes Vereinsorgan, welches vor allem durch die Beiträge eigener Mitglieder lebt, orchestriert durch Yves Jauslin, welcher immer treffende Annektoden zum Vereinsleben bringt. Erweitert mit dem Auftritt in Zeitungen, Internet und Sozialen Medien, bedarf es einer guten Koordination und „Schreiberlinge“, welche sich bemühen den Auftritt möglichst aktuell zu halten. Das ist eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist, denn je nach Medien-Kanal ist ein unterschiedliches Publikum zu erreichen und dies muss ganz gezielt erfolgen.

Nun, der Verein funktioniert und meine Überzeugung sagt mir, dass dies auch in der Zukunft sein wird. Der Vorstand spielt hier eine zentrale Rolle, welche nicht müde werden darf, sich immer wieder zu Hinterfragen was man anders organisieren kann und innovative Ideen umzusetzen. Hinzu kommen unsere Mitglieder, welche bereit sind zu Helfen, den Vorstand unterstützen, aber auch kreativ mitwirken können. Das sind die Treiber im Vereinsleben, welche nicht geschwächt werden dürfen. Die Dynamik des Wollens in Verbindung mit der Lust Erfolge (nicht nur sportliche) zu feiern und das Vereinsleben zu bereichern und geniessen. 

Versammlungen 2018 Mitgliederstatistik 2018   
1 Generalversammlung  Passivmitglieder  464
6 Vereinssitzungen  Aktive (inkl. Kampfrichter)  65
1 Wasserstandsitzung Jungmitglieder  13 
6 Vorstandsitzungen  Freimitglieder  278
4 OK-Mattenfest 2018 Sitzungen   Ehrenmitglieder  19 
18 Total Versammlungen  Total Mitglieder  542 

  Mit einem guten Gewissen, kann ich das Präsidenten-Zepter weitergeben. Daniel Strohmeier, war mir als Vize-Präsident in den vergangenen vier Jahren eine wertvolle Unterstützung. Auch dank ihm, konnten wir die nichtbaulichen Elemente des Umbaus meistern. Mit viel Weitsicht und fachlichen Kenntnissen, kümmerte er sich um die finanziellen Angelegenheiten. Aber auch sonst ist er engagiert: Als Kassier beim Mattenfest oder Jugendlager-Kasse des Schweizer Wasserfahrverband, in der Koordination der Stachel-Inserenten und sonst bei etlichen kleinen Projekten, Abklärungen oder im Umgang mit Mitgliedern oder Gönner. Eine Hürde hat er noch zu meistern: es ist die Wahl zum Vereinspräsidenten an der kommenden GV.

Im Vorstand gibt es noch weitere Veränderungen, welche ich in meinem Bericht erwähnen möchte. Ariane Strohmeier konnte schon meine zwei letzten Vorgänger im Amt des Sekretariats unterstützen und sie hat dies stets pflichtbewusst wahrgenommen. Sagenhafte 15 Jahren lang hat Ariane die Korrespondenz des Vereins geführt und ihre Aufgabe stets unkompliziert und konstruktiv erledigt. Auch konnte sie viele Wechsel im Vorstand miterleben. Das sie einen „Tapetenwechsel“ wünscht, kann ich gut verstehen. Ein weiteres Vorstandsmitglied zieht sich aus seinem Amt zurück, welcher ich auch zu den Vorstandsdinosaurier zählen kann. Unser Kassier Thomas Buser verdient seinen wohlverdienten Vorstands-Ruhestand. Thomas konnte unsere Vereins-Finanzen stets durch etliche Herausforderungen jonglieren. Als nicht geborener Buchhalter, hat er sich regelrecht in den Vereins-Tresor gestürzt und die Buchhaltung sauber geführt. Das heute die Buchhaltung mittels Software und Anbindungen an Post und Bank geführt wird, war für Thomas eine lehrreiche und intensive Zeit. Er konnte sich stets selber weiterentwickeln und mit seinen wachsamen Augen entging ihm nichts. Als Vorstandsmitglied scheute er auch die Konfrontation nicht. Dies aber immer mit einem konstruktiven Hintergedanken und zu Gunsten des Vereins. Ariane, Thomas, ich kann Euch nicht mehr als ein grosses Dankeschön aussprechen. Was Ihr geleistet habt, ist ausserordentlich und gebührt meine grösste Hochachtung.

Danken möchte ich auch den anderen Vorstandsmitgliedern, für Eure Unterstützung und das Mitführen des Vereinsschiffs. Euer unermüdliche Einsatz und das Opfern etlicher Stunden zu Gunsten des Vereins wird von anderen nicht immer wahrgenommen. Man kann das ruhig auch etwas transparenter zeigen, denn nur in der verbalen Kommunikation liegt die Kraft des Verstehens.

Einen speziellen Dank möchte ich unserem Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglieder aussprechen. Sie waren wie eine schützende Hand über meine „Präsidenten-Krone“ und standen mir zur Seite, wenn es Konflikte gab, ich etwas Wesentliches vergessen sollte oder ganz einfach ihre Präsenz zeigten. Aber auch bei einzelnen Mitgliedern möchte ich mich bedanken, welche mich öfters mit ihren Vor- und Ratschlägen zur Seite standen oder ihre Meinung äusserten. Zuletzt bedanke ich mich bei unseren Gönnern und Sponsoren. Eure Unterstützung über all die Jahren ist bemerkenswert und zeigt den Stellenwert, welcher unser Verein bei Euch hat. Dem neuen Vorstand wünsche ich für die Zukunft, eine gute Weitsicht, das optimale Navigieren durch verschiedene Strömungen und das bravouröse meistern von Hindernissen.  

Zuletzt verneige ich mich vor dem ganzen Verein. Es war mir eine Ehre, diesen ausserordentlichen Verein acht Jahre lang als Präsident dienen zu können.  

Für die kommenden Festtage wünsche ich Euch eine besinnliche und ruhige Zeit, sowie für das kommende Jahr alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen.  

Euer abtretender Präsi  

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